St. Nikolaus-Kirche auf der Kleinseite

Die berühmteste Barockkirche Prags, die St. Nikolaus-Kirche, steht mitten im Kleinseitner Ring. Sie sollte nicht mit der St. Nikolaus-Kirche am Altstädter Ring verwechselt werden. Die Kirche auf der Kleinseite ist eine der prächtigsten ihrer Art.

 

Geschichte der Barockkirche

Die ehemals gotische Kirche wurde 1283 vom den Hl. Nikolaus eingeweiht und 1620 an die Jesuiten übergeben. Diese planten eine großangelegte Erweiterung der Kirche um ein Gymnasium, ein Berufshaus und eine neue Kirche. Die Pläne für den Kirchenbau brauchten jedoch länger als erwartet wodurch der Bau der Kirche bis 1703 verzögert wurde. Der Architekt Dientzenhofer übernahm schließlich den Bau, es sollte allerdings drei Generationen dauern, bis die Kirche fertiggestellt wurde. Bis ins Jahr 1711 wurde an der Frontseite und dem Schiff der Kirche gebaut.  Anschließend wurde bis zu Dientzenhofers Tod im Jahre 1722 weiter an der Kathedrale gebaut. Schließlich übernahm Dientzenhofers Sohn die Leitung und die Kirche wurde 1752 fertiggestellt.

Die St. Nikolaus-Kirche in der Gegenwart

Die Höhe der Kuppel beträgt 50m von innen und 70m von außen. Die Verzierungen der Kirche sind ein Gesamtkunstwerk, welches von dem Wiener Maler Johann Lucas Kracker geschaffen wurde. Dieser wollte bei den Arbeiten unter keinen Umständen gestört werden. Auch die über 50 Skulpturen in der Kirche sind einen Anblick wert. Sie wurden in der Werkstatt von Ignaz Franz Platzer geschaffen.

Touristen können zu jeder Jahreszeit den Kirchturm ersteigen. Besonders interessant ist aber das große Deckengemälde, welches 1500m2 misst und einen versteckten Mönch beinhaltet, welcher den Maler beim arbeiten heimlich, aber nicht unbemerkt beobachtete und so ins Bild integriert wurde. Imposant ist auch die große Orgel mit mehr als 4000 Pfeifen auf welcher sogar schon Wolfgang Amadeus Mozart spielte, als dieser in Prag zu Besuch war.

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